Die erste Karte habe ich nach heutigen Geodaten neu gezeichnet. Alle übrigen sind Scans aus Büchern, die ich besitze. Ein Klick öffnet die große Ansicht mit der vollständigen Beschreibung. Die Quellen stehen unter jeder Karte. Die Auswertung der Karte im Handatlas von 1880 steht auf einer eigenen Seite.
Karten
Eine Übersicht nach heutigen Geodaten und alte Karten zum Vergrößern
Die Karte zeigt, wo die Dörfer heute liegen, und färbt sie nach der Zuordnung der Quellen. Rote Kreise sind Orte, die Klauß und Heßler zu Serimunt rechnen, hohle Kreise Orte, die nur bei Klauß oder in Urkunden dazu gehören. Wispitz, Wedlitz, Zuchau und Rosenburg liegen nach Heßler im Untergebiet Zitici. Die Quadrate liegen nach der Urkunde von 973 in Coledici.
Gaugrenzen sind nicht gezeichnet, weil keine Quelle sie so festlegt, dass man sie auf eine heutige Karte übertragen könnte. Stene (wüst bei Dessau) und die Wüstungen Trabitz, Zieglitz und Prüdau fehlen, weil es dort keinen Ortspunkt gibt.
Ortspunkte: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL). Gewässer: © GeoBasis-DE / BKG (dl-de/by-2-0). Zuordnung nach Klauß 1929, Heßler 1957, Schöttgen/Kreysig 1731 und den Geschichtsblättern 1875.
Handzeichnung von Friedrich Klauß, Maßstab 1:275.000, signiert „F. Kß. 28“. Sie zeigt den Gau zwischen Elbe im Norden, Mulde im Osten und Saale im Westen mit seinen Orten. Die Zahl hinter dem Ortsnamen ist die älteste Urkunde, die Klauß kannte. Kreuzreihen und Linien zeichnen Grenzen und Flussläufe, vermutlich die Gaugrenzen.
Ringsum stehen die Nachbargaue: Zerwisti, Nizizi, Zitizi, Nudzizi, Neletizi, Schwabengau und Nordthüringgau. Der Norden an der Saale heißt „Zitizi“. Die Ziffern 1 bis 9 sind slawische Wallburgen nach Robert Schulze, die Legende rechts nennt sie (siehe Orte).
Quelle: Friedrich Klauß, Köthener Wandertage, Heft 9, Schriftenreihe des Köthener Heimatmuseums, 1929. Eigener Scan 2026 aus einer Faltseite, die Knickfalten sind zu sehen.
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Handzeichnung von Friedrich Klauß, Maßstab 1:750.000, signiert „F. Kß. 28“. Serimunt liegt in der Mitte, umgeben von den Gauen Nord-Thüringgau, Schwaben-Gau, Harzgau, Nördlicher und Südlicher Hosgau, Moraziani, Kirwisti, Nizizi, Zitizi, Nudzizi, Neletizi und Siusili. Eingetragen sind auch Flüsse (Elbe, Saale, Bode, Selke, Wipper, Elster) und Städte wie Magdeburg, Barby, Zerbst, Halle und Giebichenstein.
Unter der Zeichnung stehen die Orte in Nudzizi (Brandenburg, Cönnern, Groitsch, Krosigk, Löbejün, Neutz, Ostrau, Rotenburg, Wettin) und in Neletizi (Brachstedt, Niemberg), die in der Skizze nur mit Buchstaben bezeichnet sind.
Quelle: Friedrich Klauß, Köthener Wandertage, Heft 9, 1929. Eigener Scan 2026, aus der Faltseite beschnitten.
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Kartenbeilage von Wolfgang Heßler, Maßstab 1:800.000. Sie stellt die Gaue Mitteldeutschlands zwischen Harz, Elbe und Thüringen dar. Die Orte jedes Gaus haben die Farbe ihres Gaus, die Burgwardhauptorte tragen ein schwarzes Zeichen mit Fähnchen. Wald, Sumpf und Überschwemmungsgebiete sind im Gelände eingetragen. Serimunt steht rechts der Mitte in Violett, nördlich davon Zerwisti, südlich Coledici.
Oben links steht der Hinweis auf den Atlas (Mitteldeutscher Heimatatlas, 2. Auflage, wissenschaftliche Leitung O. Schlüter und O. August), rechts der Erläuterungstext Heßlers mit der Legende.
Quelle: Beilage zu den Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, philologisch-historische Klasse, Band 49, Heft 2, Berlin 1957. Aus vier Einzelscans zusammengesetzt, die beiden Hälften waren um 180 Grad gegeneinander gedreht. Vollansicht 5600 Pixel breit.
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Ausschnitt aus Blatt 15. Serimunt ist in violetter Schrift und mit violetten Punkten gezeichnet, nördlich darüber „Zitici“ als Untergebiet am Saaleknie, südlich in Orange „Coledici“, im Norden „Zerwisti“ in Blau. Namentlich sichtbar sind Klein-Rosenburg, Trabitz, Zuchau, Grimschleben, Pobzig, Wohlsdorf, Biendorf, Weddegast, Wispitz und Wedlitz, dazu die Burgwardorte mit Fähnchen Nienburg, Barby, Walternienburg, Zerbst, Calbe und Zeitz.
Die Ziffern an den Punkten (1 bis 15) bezeichnen weitere Orte des Gaus. Die Liste dazu steht in Heßlers Buch, sie fehlt mir noch. Auffällig ist, wie klein Serimunt hier ausfällt: ein Streifen am Ostufer der Saale, Edderitz und Nachbarn liegen in Coledici.
Quelle: Wolfgang Heßler, Mitteldeutsche Gaue des frühen und hohen Mittelalters, Berlin 1957, Blatt 15. Ausschnitt in Originalauflösung.
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