Gedruckte Werke
- Wolfgang Heßler: Mitteldeutsche Gaue des frühen und hohen Mittelalters. Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, philologisch-historische Klasse, Band 49, Heft 2. Akademie-Verlag, Berlin 1957. Mit Kartenbeilage „Gaue und Burgwardhauptorte im 10. und 11. Jahrhundert“ (Blatt 15). Neuausgabe De Gruyter 2022. Benutzt: Kapitel 5 „Serimunt mit Zitici“ (S. 32 f.), Einleitung, Karte.
- Friedrich Klauß: Köthener Wandertage, Heft 9. Schriftenreihe des Köthener Heimatmuseums, 1929. Benutzt: Skizzen 8 bis 11 und eine Textseite zur Entstehung Anhalts.
- Otto Heinemann: Albrecht der Bär. Eine quellenmäßige Darstellung seines Lebens. 1864. Benutzt: S. 9 (die Grafen im Gau Serimunt und Esiko von Ballenstedt). Bei Google Books frei lesbar.
- Christian Schöttgen und Georg Christoph Kreysig: Diplomatische und curieuse Nachlese der Historie von Obersachsen und angrentzenden Ländern, Band 1, Theil 3, 1731. Kapitel XX Pagus Serimunt, S. 416 f. und XXI bis XXIII, S. 418. Gemeinfrei, bei Google Books digitalisiert (Bayerische Staatsbibliothek).
- Geschichts-Blätter für Stadt und Land Magdeburg: Mittheilungen des Vereins für Geschichte und Alterthumskunde, Band 10, 1875, S. 4: Abschnitt „Die Grafschaft Wörbzig, oder der Gau Serimunt“. Als Verfasser nennt Zallinger (1887) Winter, den Vornamen habe ich nicht ermittelt. Bei Google Books frei lesbar.
- E. Blume: Zur Geschichte der Stadt Köthen, in: Mittheilungen des Vereins für anhaltische Geschichte und Altertumskunde, herausgegeben von W. Hosäus, Band 5, 1887, S. 165 f. Bei Google Books frei lesbar.
- Karl Spruner und Theodor Menke: Historischer Handatlas, 3. Auflage 1880 (Zeichnung G. Breithaupt), Serimunt am Rand der Mittelalter-Karte. Bei maproom.org digitalisiert, in meiner früheren Seite ausgewertet.
Zu Eike von Repgow
- Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung, Band 5, 1884, Aufsatz zur Gerichtsverfassung des Sachsenspiegels, S. 497: die zwei Dingstätten Wörbzig und Mettine im Gau Serimunt, Urkunden von 1156 und 1253. Beim Internet Archive frei lesbar.
- Zallinger: Die Schöffenbarfreien des Sachsenspiegels, 1887, Kapitel IV „Die Schöffenbaren der Grafschaft im Gau Serimunt (Wörbzig)“. Benutzt: Einleitung. Beim Internet Archive frei lesbar.
- Historische Zeitschrift, Band 117, 1917, S. 576: das Stammgut Reppichau, die Familie und die Dingstätte Mettine 1209.
- Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Provinz Sachsen Anhalt, 1987: „Heiko de Ripchowe“ 1218. Evangelisches Staatslexikon (1966) und Verfasserlexikon (1933): Reppichau im Gau Serimunt. Richard Schröder, Lehrbuch der deutschen Rechtsgeschichte, 1889 und spätere Auflagen. Karl Hauck, Kirchengeschichte Deutschlands, 1896. Hansische Geschichtsblätter 1908. Gelesen habe ich dort nur Textausschnitte.
Aufsätze und Online-Quellen
- Hermann Größler: Die Einteilung des Landes zwischen unterer Saale und Mulde in Gaue und Archidiakonate. In: Archiv für Landes- und Volkskunde der Provinz Sachsen, 15. Jahrgang, 1905, S. 17 bis 40 („mit einer Karte“, die ich noch nicht gesehen habe). Benutzt für Serimunt im weiteren und engeren Sinn, den Untergau Zitrici, Coledici und die Ortsbestimmungen. Beim Internet Archive frei lesbar.
- Helmut Assing: Die Anfänge askanischer Herrschaft im Raum Köthen. Veröffentlicht auf val-anhalt.de (mval1, S. 28 bis 38). Benutzt für Esiko, das Kloster Nienburg (975) und den Streit um die Herkunft der askanischen Rechte.
- Otto Curs: Deutschlands Gaue im zehnten Jahrhundert nach den Königsurkunden. Nachweisungen und Erörterungen zu einer historischen Karte „Deutschlands Gaue um das Jahr 1000“. Dissertation Göttingen 1908. Beim Internet Archive frei lesbar (OCR-Text). Benutzt: das Verzeichnis zu Serimunt mit den Namensformen, den Grafen, den Orten und den Urkundenzahlen.
- Christoph Mielzarek: Albrecht der Bär und Konrad von Wettin. Fürstliche Herrschaft in den ostsächsischen Marken im 12. Jahrhundert. Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa, Band 56, 2020. Frei lesbar bei OAPEN. Benutzt: der Gau „zwischen den Flüssen Saale, Fuhne, Mulde und Elbe“ (Register „Serimunt“ S. 43 f., 86, 106), Esiko mit vermutlichen Grafenrechten, Albrecht 1156 als Graf in Wörbzig, und der geschlossene Besitz des Klosters Nienburg zwischen Nienburg und Köthen.
- Inge Bily: Aufsatz in den Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde (mval1), 1992, S. 92 bis 105, auf val-anhalt.de. Benutzt für die ältesten Belege einer Ortsnamengruppe, die der Codex diplomaticus Anhaltinus nach Bily „fälschlich“ zu Rietzmeck stellt. Das Wort Serimunt kommt im Aufsatz nicht vor.
- Walter Wenzel: Die Klassifizierung altsorbischer Orts-, Personen- und Stammesnamen. Lětopis 67, Heft 1, 2020, S. 101 bis 111. Frei lesbar auf letopis.de. Benutzt: S. 110, Serimunt als vorslawischer Gebietsname.
- Gerhard Köbler: Die Mulde in der deutschen Landesgeschichte, Online-Ausgabe 2016 (koeblergerhard.de), Stichwort Serimunt: Namensformen und Literaturhinweise.
- Gerhard Billig: Burgward – Adel? Stellungnahme zu Karlheinz Hengst. Neues Archiv für sächsische Geschichte 90, 2019, hier S. 230. Frei lesbar. Benutzt für den Begriff Burgward: ein herrschaftlich-verwaltender Kleinraum, nicht zwingend eine Wehranlage, und nicht regelhaft dasselbe wie Burgwall oder Adelssitz.
- Reppichau: Seite „Geschichte“ des Dorfes, reppichau.de. Benutzt für die erste Nennung am 28. Dezember 1156 und die Ortsgeschichte; auf der Seite zu Eike von Repgow verlinkt.
- Wikipedia: Artikel „Gau Serimunt“. Benutzt für Lage, Grafen und die Ortsliste nach dem Atlas des Saale- und mittleren Elbegebietes.
- Meine frühere Seite serimunt.de (WordPress, Stand Februar 2022, im Webarchiv): Ortsliste nach Klauß, Wallburgen, die Urkunde von 973 und die Auswertung des Spruner-Menke-Atlas.
Urkunden und Quellenausgaben
- Monumenta Germaniae Historica: Conradi I. Heinrici I. et Ottonis I. diplomata. Hannover 1879 bis 1884 (bearbeitet von Theodor Sickel). Benutzt: S. 214 mit D O I 134 (Wallhausen, 28. Juli 951), der Schenkung der drei Marken im Gau Serimunt. Bei Google Books frei lesbar.
- Otto von Heinemann: Codex diplomaticus Anhaltinus, Band 1, Abteilung 1 (936 bis 1123), Dessau 1867. Gelesen: Nr. 12 bis 14 (945), Nr. 24 (951), Nr. 50 und 51 (973), Nr. 72 (986), Nr. 77 (992), Nr. 85 (995) und die Urkunden von 965, 974, 978 und 979, jeweils mit Datierung, Ausstellungsort und Überlieferung. Der Codex ist die Grundlage der Urkundenzitate in Heßler und den Geschichtsblättern. Bei der Bayerischen Staatsbibliothek digitalisiert (digitale-sammlungen.de, bsb10002581) und bei Google Books frei lesbar.
- Karl Schulze: Bemerkungen zu den Prof. Dr. Seelmann gegebenen Erklärungen anhaltischer Ortsnamen, Wiederabdruck in den Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Geschichte und Altertumskunde, 1898, S. 42. Benutzt für die slawische Namensdeutung.
Die Zeitschrift „Serimunt“
- Serimunt: Mitteilungen aus Vergangenheit und Gegenwart der Heimat. Blätter des Vereins Heimatmuseum für Stadt und Kreis Köthen (Anhalt), Köthen: Dünnhaupt, 1926 bis 1935 (Zeitschriftendatenbank, ZDB-ID 1392825-9; Erscheinungsverlauf „1.1926 – 10.1935[?]“, das Ende ist dort mit Fragezeichen versehen; unregelmäßig, als Supplement zum „Köthener Tageblatt“ verzeichnet). Sie erschien auch als heimatgeschichtliche Beilage zum „Köthener Tageblatt“, 8. Jahrgang 1933 ist belegt. Der Verein führte ein „Serimunt-Museum“. Exemplare haben unter anderem die Staatsbibliothek Berlin, die Universitäts- und Landesbibliothek Halle, das Landesarchiv in Dessau und Magdeburg, das Historische Museum Köthen und die Deutsche Nationalbibliothek. Eine Digitalisierung habe ich nicht gefunden. Ich kenne sie nur aus Verzeichnissen und aus Fußnoten anderer Werke.
Noch nicht gelesen
Bei Google Books fand die Suche nach „serimunt“ weit über hundert frei lesbare Seiten. Gelesen habe ich nur die oben genannten. Dazu gehören noch, nach Fundort und Jahr:
- Heinrich Böttger, Diöcesan- und Gau-Grenzen Norddeutschlands, Band 2, 1875 (S. 20: der Urkundentext von 951) und Preisschriften der Jablonowski’schen Gesellschaft, Band 17 bis 22, 1873 (S. 2: Grenzen des Gaus „von Großrosenburg bis oberhalb Zuchau“).
- Codex diplomaticus Anhaltinus, Band 6, 1883, S. 221: Namensregister mit den Schreibweisen Seromunti, Serimuntilante, Serimunt, Sermunt, Sirimunti.
- Monumenta Germaniae Historica, Urkunden Ottos II., 1888, S. 106 (Dornburg, 2. November 974), Regesta Imperii (Böhmer, Ottenthal) 1893, S. 92, Rudolf Köpke und Ernst Dümmler, Kaiser Otto der Große, 1876, S. 70.
- Posse, Codex diplomaticus Saxoniae, 1882, S. 173, und Eduard Otto Schulze, Die Kolonisierung und Germanisierung der Gebiete zwischen Saale und Elbe, 1896, S. 70: Zugehörigkeit zu Magdeburg, Übergang an die Askanier.
- Zedlers Universal-Lexicon, Band 37, 1743, S. 401, Forschungen zur deutschen Geschichte, Band 14, 1874, S. 311 (Eike von Repgow und die Grafschaft Serimunt) und 1878, S. 380 (Wörbzig, von Georg Waitz herausgegeben), Weilands Sächsische Weltchronik, 1877, S. 52 (Wörbzig als Hauptmalstätte).
- Franz Büttner, Anhalts Bau- und Kunstdenkmäler, 1892 und 1894, S. 227 bis 229, Gustav Hertzberg, Die historische Bedeutung des Saalethales, 1895, S. 11, Ludwig Notrott, Aus der Wendenmission, 1897, S. 132, Danneil, Magdeburgischer Bauernstand, 1898, S. 11, Albert Kraaz, Bauerngut und Frohndienste in Anhalt, 1898, S. 23.
- Der Codex diplomaticus Anhaltinus für die übrigen Urkunden: Nr. 10 bis 67 sind für Serimunt zitiert.
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