Chronik des Gaus an Elbe, Mulde und SaaleKöthen, Anhalt
Anno DCCCCXLVErstmals genannt am 1. Mai 945

Serimunt

Gaugrafschaft zwischen Elbe und Saale, aus der später das Land Anhalt wurde

Was Serimunt war

Serimunt war eine mittelalterliche Gaugrafschaft im heutigen Sachsen-Anhalt, östlich der Saale. Im Norden begrenzte sie die Elbe, im Osten die Mulde, im Süden die Fuhne, damals ein breites Sumpfgebiet. Anfang des 10. Jahrhunderts stand das Land unter sorbischer Herrschaft, bis Markgraf Gero es eroberte.

Aus Serimunt und dem Schwabengau entstand später unter den Askaniern das Land Anhalt. Der Name ist heute fast vergessen, die Dörfer sind es nicht: Grimschleben, Wedlitz, Pobzig und viele andere gibt es noch.

Diese Seite ist meine Sammlung zu Serimunt. Sie führt Urkunden, Ortslisten und alte Karten zusammen und sagt jeweils dazu, woher eine Angabe stammt. Wo sich die Quellen widersprechen, steht das dabei.

Handgezeichnete Karte des Gaus Serimunt mit Orten, Jahreszahlen und neun Wallburgen
Skizze 9: Serimunt

Handzeichnung von Friedrich Klauß, Maßstab 1:275.000, signiert „F. Kß. 28“. Sie zeigt den Gau zwischen Elbe im Norden, Mulde im Osten und Saale im Westen mit seinen Orten. Die Zahl hinter dem Ortsnamen ist die älteste Urkunde, die Klauß kannte. Kreuzreihen und Linien zeichnen Grenzen und Flussläufe, vermutlich die Gaugrenzen.

Ringsum stehen die Nachbargaue: Zerwisti, Nizizi, Zitizi, Nudzizi, Neletizi, Schwabengau und Nordthüringgau. Der Norden an der Saale heißt „Zitizi“. Die Ziffern 1 bis 9 sind slawische Wallburgen nach Robert Schulze, die Legende rechts nennt sie (siehe Orte).

Quelle: Friedrich Klauß, Köthener Wandertage, Heft 9, Schriftenreihe des Köthener Heimatmuseums, 1929. Eigener Scan 2026 aus einer Faltseite, die Knickfalten sind zu sehen.

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