Serimunt
Gaugrafschaft zwischen Elbe und Saale, aus der später das Land Anhalt wurde
Was Serimunt war
Serimunt war eine mittelalterliche Gaugrafschaft im heutigen Sachsen-Anhalt, östlich der Saale. Im Norden begrenzte sie die Elbe, im Osten die Mulde, im Süden die Fuhne, damals ein breites Sumpfgebiet. Anfang des 10. Jahrhunderts stand das Land unter sorbischer Herrschaft, bis Markgraf Gero es eroberte.
Aus Serimunt und dem Schwabengau entstand später unter den Askaniern das Land Anhalt. Der Name ist heute fast vergessen, die Dörfer sind es nicht: Grimschleben, Wedlitz, Pobzig und viele andere gibt es noch.
Diese Seite ist meine Sammlung zu Serimunt. Sie führt Urkunden, Ortslisten und alte Karten zusammen und sagt jeweils dazu, woher eine Angabe stammt. Wo sich die Quellen widersprechen, steht das dabei.
Handzeichnung von Friedrich Klauß, Maßstab 1:275.000, signiert „F. Kß. 28“. Sie zeigt den Gau zwischen Elbe im Norden, Mulde im Osten und Saale im Westen mit seinen Orten. Die Zahl hinter dem Ortsnamen ist die älteste Urkunde, die Klauß kannte. Kreuzreihen und Linien zeichnen Grenzen und Flussläufe, vermutlich die Gaugrenzen.
Ringsum stehen die Nachbargaue: Zerwisti, Nizizi, Zitizi, Nudzizi, Neletizi, Schwabengau und Nordthüringgau. Der Norden an der Saale heißt „Zitizi“. Die Ziffern 1 bis 9 sind slawische Wallburgen nach Robert Schulze, die Legende rechts nennt sie (siehe Orte).
Quelle: Friedrich Klauß, Köthener Wandertage, Heft 9, Schriftenreihe des Köthener Heimatmuseums, 1929. Eigener Scan 2026 aus einer Faltseite, die Knickfalten sind zu sehen.
Zum Vergrößern anklicken. In der Vergrößerung zeigt „Volle Auflösung“ jede Einzelheit, mit der Maus lässt sich das Bild verschieben.
WegeDurch die Sammlung
- I.Der GauLage, Grenzen, Grafen, Kloster Nienburg und die Frage, wie groß Serimunt war
- II.UrkundenVon der Schenkung 945 bis zum Land Anhalt, mit Beleg zu jeder Angabe
- III.OrteDörfer, Wüstungen und Wallburgen, verglichen nach Klauß, den Urkunden und Heßler
- IV.KartenKlauß 1929 und Heßlers Gaukarte von 1957 als Scans zum Vergrößern
- V.Der NameSchreibweisen aus den Urkunden und die alten Deutungsversuche
- VI.QuellenDie benutzte Literatur und was daraus übernommen ist
- VII.Eike von RepgowDer Verfasser des Sachsenspiegels stammt aus Reppichau im Gau Serimunt